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Das Fachwerkhaus im Steinweg in Kirn

Willkommen an der mittleren Nahe

 

Wer auf der Suche nach unentdeckten Perlen im Südwesten Deutschlands ist, stößt früher oder später auf Kirn. Umrahmt von steilen Quarzitfelsen, dem sanften Band der Nahe und bewacht von der imposanten Kyrburg, verbirgt das kleine Städtchen einen historischen Stadtkern, der Geschichte zum Anfassen bietet.

 

Von prunkvoller Fürstenarchitektur über stolze Fachwerkbauten der Renaissance bis hin zum Erbe des traditionsreichen Gerberhandwerks: Ein Spaziergang durch die Kirner Altstadt glänzt durch eine erstaunliche Vielfalt.

 

Der historische Marktplatz: Das pulsierende Herz der Altstadt

Der ideale Ausgangspunkt für jeden Rundgang ist der historische Marktplatz. Hier schlägt seit Jahrhunderten das Herz der Stadt. Der Platz besticht durch ein Ensemble aus verschiedenen Abschnitten der Stadtgeschichte.

  • Der St. Georgs-Brunnen: In der Mitte des Marktplatzes bildet der kunstvoll gestaltete Brunnen das optische Zentrum und lädt im Sommer zum Verweilen ein.
  • Das Rathaus (Ehemaliges Piaristenkloster): Ein imposantes Barockgebäude aus dem Jahr 1769. Ursprünglich als Niederlassung des Piaristenordens erbaut, dient es heute als Sitz der Stadtverwaltung. Die schlichte Eleganz des Barockbaus prägt das gesamte Platzensemble.
  • Die Alte Kellerei: Nicht weit vom Rathaus entfernt erinnert dieses Anwesen an die Verwaltungsepoche der Wild- und Rheingrafen sowie der Fürsten zu Salm-Kyrburg.

Architektonische Highlights & Fachwerkjuwelen

Wer durch die schmalen Gassen rund um den Marktplatz schlendert, begegnet Bauwerken aus fünf Jahrhunderten. Besonders sehenswert ist das prachtvolle Ensemble im Steinweg.

  • Haus Lagrange (Steinweg 8): Erbaut im Jahr 1593 gilt das Haus Lagrange als das wohl schönste Fachwerkhaus der Kirner Innenstadt. Die aufwendigen Schnitzereien und Reichverzierungen an den Fächerrosetten zeugen bis heute vom Wohlstand der damaligen Erbauer.
  • Schloss Amalienlust: Dieses elegante Barockpalais erinnert an das glamouröse 18. Jahrhundert, als Kirn Residenzstadt der Fürsten von Salm-Kyrburg war. Fürst Karl Theodor Otto ließ für seine Gattin Amalie diesen Rückzugsort mit Gartenpavillon errichten.
  • Evangelische Stiftskirche St. Pankratius: Die gotische Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert ragt über die Dächer der Altstadt heraus. Im Inneren bergt sie bedeutende Grabdenkmäler der Wild- und Rheingrafen, die einst über die Region herrschten.

 

 

Auf den Spuren der Gerber und Fürsten

Ein Stadtspaziergang durch Kirn lässt sich hervorragend mit dem historischen Rundweg „Von Fürsten, Gerbern und reißenden Fluten“ verbinden.

 

Hier geht es zur Wegbeschreibung des Rundweges

 

Informationstafeln an zahlreichen Fassaden klären über die doppelte Identität der Stadt auf: Einerseits die mondäne fürstliche Residenzstadt im 18. Jahrhundert, andererseits das harte Handwerk der Lederherstellung an den Ufern der Nahe und des Hahnenbachs. Die Nähe zum Wasser prägte Kirn über Jahrhunderte – mit all seinen wirtschaftlichen Vorzügen, aber auch mit den Herausforderungen regelmäßiger Hochwasser.

 

Die Altstadt auf einen Blick

Sehenswürdigkeit Epoche / Baujahr Besonderheit
Haus Lagrange (Steinweg 8) 1593 (Renaissance) Schönstes Fachwerkhaus mit kunstvollen Schnitzereien
Rathaus 1769 (Barock) Ehemaliges Piaristenkloster am Marktplatz
Stiftskirche St. Pankratius 13. Jahrhundert (Gotik) Historische Grabmäler der Wild- und Rheingrafen
Schloss Amalienlust 18. Jahrhundert Fürstliches Barockensemble mit Parkanlage
Kyrburg (über der Altstadt) Ab 10. Jahrhundert Wahrzeichen Kirns mit Whiskymuseum und Aussichtsterrasse

 

 

 

 

 

 

Der Krönende Abschluss: Blick von der Kyrburg

Kein Kirn-Besuch ist komplett ohne den Aufstieg zum Wahrzeichen der Stadt: der Kyrburg. Die im 10. Jahrhundert errichtete Festung thront hoch auf einem Basaltfelsen über der Altstadt.

Über einen gut ausgebauten Fußweg oder bequem mit dem Auto erreichbar, bietet die Burgruine einen grandiosen Panoramablick auf die Schiefer-Dächer der Altstadt, den Windungen der Nahe und die angrenzenden Hunsrück-Höhen. In den Gewölben der Kyrburg befindet sich zudem eines der bekanntesten Whiskymuseen Deutschlands.

 

Hier geht es zum Restaurant und Whiskeymuseum auf der Kyrburg

 

Praktische Reisetipps für Kirn

  • Anreise: Kirn liegt direkt an der Bundesstraße B41 sowie an der Nahetal-Bahnstrecke (Bahnhof Kirn) und ist somit bequem erreichbar.
  • Kulinarik: Nach dem Altstadtrundgang laden traditionsreiche Brauhaustavernen und regionale Restaurants ein, die berühmten Nahe-Weine oder den Kirner Spießbraten zu probieren.
  • Wandern & Natur: Kirn ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Soonwaldsteig oder Tagestouren im Naheland.

Hier findet ihr interessante Wanderungen rund um Kirn

 

Hier geht es zu den Bildern vom Marktplatz